Periodisch wurde einer nach dem anderen zum “Fall”, so im Abstand von einem Jahr: Meist Jungen, nie die wahren Störenfriede und Mobber, die völlig ungeschoren blieben, sondern eher die Söhne von Sympathisanten – jenen, die der Waldorfpädagogik eigentlich aufgeschlossen gegenüber standen. Dass eine Lehrerin – abgesehen vom Schwund, der durch Umzüge etc. hervorgerufen wird – etwa ein Fünftel der Klasse “entsorgt”, das ist schon ein starkes Stück! Solches bleibt von der Schule unhinterfragt, das Engagement der Lehrerin wird – auch aus der Distanz heraus – hervorgehoben und: Das Ergebnis. Denn “Frau xy hat eine leistungsfähige Klasse hinterlassen.”
Es ist die eine Sache, ob man ein Tun deckt, weil man es nicht öffentlich machen, Kollegen und Kolleginnen nicht kritisieren will. Es ist die andere, das Tun zu rechtfertigen. Man macht sich zum Mittäter.
“Frau xy hat eine leistungsfähige Klasse hinterlassen”
Mai 3, 2009 von anubis2000